Vollmacht und Vorsorge

In jedem Lebensalter können wir durch Unfall oder Krankheit plötzlich in eine Situation geraten, in der wir unsere Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können. Hat der Betroffene keine Vorsorgevollmacht errichtet, wird ihm dann durch ein Gericht ein Betreuer bestellt, der sich umfassend um alle rechtlichen Angelegenheiten kümmert. Für das Betreuungsverfahren fallen regelmäßig hohe Kosten an – und es besteht ein erhebliches Risiko, dass als Betreuer kein Familienmitglied, sondern ein fremder Dritter bestellt wird. Die Familie bleibt dann bei allen Entscheidungen außen vor. Durch eine notarielle Vorsorgevollmacht können Sie diese Risiken rechtssicher und umfassend ausschalten und Ihre Selbstbestimmung sichern – auch dort, wo eine privatschriftliche Vollmacht nicht ausreicht, z. B. bei Grundstücks- und Bankangelegenheiten. GF NOTARE stehen Ihnen bei der Gestaltung Ihrer Vorsorge mit kompetenter Beratung zur Seite und erstellen alle erforderlichen Dokumente für Sie.

Sie benötigen stattdessen eine Spezialvollmacht, z. B. zum An- oder Verkauf einer Immobilie? Gerne erstellen wir Ihnen die passenden Dokumente, kommen Sie einfach auf uns zu.

General- und Vorsorgevollmacht #

Eine Generalvollmacht ist eine Vollmacht, mit der Sie einem oder mehreren Bevollmächtigten die Befugnis erteilen, Sie in sämtlichen rechtlichen und persönlichen Angelegenheiten zu vertreten. Eine Vorsorgevollmacht beinhaltet üblicherweise eine Generalvollmacht und wird insbesondere für den Fall erstellt, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst handeln können.

Anders als oft vermutet, sind Verwandte nicht automatisch befugt, für Sie zu handeln und Entscheidungen zu treffen. Nur der Ehegatte kann nach dem Notvertretungsrecht von Ehegatten (§ 1358 BGB) begrenzt auf Gesundheitsangelegenheiten und nur für sechs Monate entscheiden. Das Notvertretungsrecht berechtigt jedoch nicht, Entscheidungen in sonstigen rechtlichen Angelegenheiten (Verträge, Immobilien, finanzielle Angelegenheiten etc.) zu treffen. Aus diesem Grund besteht nicht nur für Verwandte, sondern auch für Ehegatten die Notwendigkeit einer Vorsorgevollmacht.

Ohne Vorsorgevollmacht wird das Betreuungsgericht für Sie im Fall Ihrer Geschäftsunfähigkeit einen Betreuer bestellen. Dabei muss es sich nicht um einen Angehörigen handeln – vielmehr wird in vielen Fällen eine fremde Person als Betreuer für Sie bestellt. Selbst wenn aber Ihr Partner, eines Ihrer Kinder oder sonstige Angehörige zu Ihrem Betreuer bestellt werden sollte, unterliegt er/sie umfassenden Genehmigungs- und Rechenschaftspflichten gegenüber dem Betreuungsgericht. Dies können Sie mit einer Vorsorgevollmacht vermeiden.

Warum sollte eine Vorsorgevollmacht notariell beurkundet werden?

  • Tauglich für Grundstücksgeschäfte (und bei Geschäftsanteilen an GmbHs oder sonstige Gesellschaftsbeteiligungen): Nur eine Vollmacht, die beurkundet oder beglaubigt wurde, kann später für Grundstücksgeschäfte eingesetzt werden (Verkäufe, Käufe, Überlassungen, Grundschulden, Löschungen). Eine privatschriftliche Vollmacht ist hierfür nicht wirksam. Soll also bei späterer Geschäftsunfähigkeit des Vollmachtgebers ein Grundstücksgeschäft abgeschlossen werden, ist die privatschriftliche Vollmacht insofern unwirksam. Gleiches gilt für Vollmachten zur Vertretung in Angelegenheiten einer Personen- oder Kapitalgesellschaft.
  • Nur der Notar prüft die Identität des Vollmachtgebers: Bei einer privatschriftlichen Vollmacht kann im Nachhinein im Zweifel nicht festgestellt werden wer die Vollmacht unterschrieben hat und wann das geschehen ist. Das gilt insbesondere bei den „Ankreuzvollmachten“ – niemand kann sagen, wer diese „Kreuze“ gemacht hat. In der Praxis werden diese Vollmachten genau aus diesem Grund von Behörden, Banken und Versicherungen häufig nicht anerkannt.

  • Fester Ansprechpartner: Sie erhalten von Anfang an einen festen Ansprechpartner, der sich um die Erstellung Ihrer Vollmacht kümmert.
  • Schnelle Bearbeitung: Sobald uns alle Daten vorliegen, senden wir Ihnen schnell und unkompliziert Ihren individuellen Entwurf zu.
  • Kurze Vorlaufzeit bis zur Beurkundung: Sie erhalten schnell einen Termin zur Beurkundung, nach Verfügbarkeit auch morgens ab 7:30 Uhr, in der Mittagszeit oder in den Abendstunden bis 20:00 Uhr.
  • Zügige Abwicklung: Nach der Beurkundung leiten wir alle Schritte des notariellen Vollzugs umgehend in die Wege. Wir registrieren Ihre Vollmacht im Zentralen Vorsorgeregister und senden Ihnen die Ausfertigungen der Vollmacht für Ihre Bevollmächtigten umgehend zu.
  • Verkehrsgünstige Lage in unmittelbarer Nähe zu Ingolstadt, unweit von München, Nürnberg und Augsburg.
  • Eigene Parkpätze direkt vor der Tür.

  1. Übermittlung Ihrer Daten und Beratung: Sie übermitteln uns Ihre Daten und die Daten Ihrer gewünschten Bevollmächtigten. Am einfachsten geht das über unsere übersichtliche Checkliste. Natürlich beantworten wir Ihnen schon in dieser Phase gerne alle Fragen, die Sie zur Gestaltung der Vollmacht und deren rechtlichen Gesichtspunkten haben.
  2. Vorbereitung des Entwurfs: Im nächsten Schritt erstellen wir auf der Grundlage Ihrer Informationen den Entwurf der Vorsorgevollmacht.
  3. Beurkundungstermin: Nach Prüfung des Entwurfs durch Sie findet die Beurkundung im Notariat statt. Der Notar liest die Urkunde vor, erläutert die wesentlichen Punkte und klärt offene Fragen mit den Beteiligten.
  4. Registrierung im Zentralen Vorsorgeregister: Um im Krisenfall eine versehentliche Bestellung eines Betreuers durch das Betreuungsgericht zu vermeiden, registrieren wir Ihre Vollmacht im Zentralen Vorsorgeregister.

Ihre Ansprechpartnerin:

Christina Heckl

Oberinspektorin im Notardienst

+49 (0)84 31 – 61 67-11 heckl@gf-notare.de

Betreuungsverfügung #

Insbesondere dann, wenn Sie keine geeignete Vertrauensperson finden, die Sie als Vorsorgebevollmächtigte umfassend vertreten soll, kann durch eine Betreuungsverfügung sichergestellt werden, dass nur bestimmte Personen zu Betreuern bestellt werden dürfen. Ebenso können Sie bestimmte Personen als Betreuer ausschließen. Daneben kann durch eine Betreuungsverfügung sichergestellt werden, dass im Rahmen einer Betreuung stets bestimmte von Ihnen niedergelegte Wünsche zu berücksichtigen sind.

Eine Betreuungsverfügung muss nicht zwingend beurkundet werden. GF NOTARE unterstützen Sie jedoch gerne bei der Strukturierung und Formulierung Ihrer rechtssicheren Betreuungsverfügung.

Ihre Ansprechpartnerin:

Christina Heckl

Oberinspektorin im Notardienst

+49 (0)84 31 – 61 67-11 heckl@gf-notare.de

Patientenverfügungen #

Die Patientenverfügung ist ein wichtiges Instrument Ihrer Selbstbestimmung. Sie legen darin fest, ob und wie Sie in bestimmten medizinischen Situationen behandelt werden möchten, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, darüber zu entscheiden. So können Sie beispielsweise bestimmte lebenserhaltende Maßnahmen untersagen oder in diese einwilligen. Beispielsweise kann verfügt werden, dass im Fall einer schweren, zum Tod führenden Krankheit auf lebensverlängernde Maßnahmen, Wiederbelebungsmaßnahmen oder künstliche Ernährung verzichtet wird.

Ihre Patientenverfügung sollte so präzise wie möglich formuliert werden, um Ihren Angehörigen und den behandelnden Ärzten klare Handlungsanweisungen für den Ernstfall zu geben. Nur so ist gewährleistet, dass Ihre individuellen Behandlungswünsche umgesetzt werden. Ob eine Patientenverfügung wirksam ist, hängt auch von der in ihr gewählten Formulierung ab. Allgemeine Formulierungen, beispielsweise zur Ablehnung lebensverlängernder Maßnahmen, sind keine ausreichenden Anweisungen und daher für die behandelnden Ärzte nicht bindend. GF NOTARE unterstützen Sie gerne bei der Formulierung einer rechtssicheren Patientenverfügung und nehmen die notarielle Beglaubigung vor.

Ihre Ansprechpartnerin:

Christina Heckl

Oberinspektorin im Notardienst

+49 (0)84 31 – 61 67-11 heckl@gf-notare.de

Grundstücksvollmachten #

Mit einer Grundstücksvollmacht können Sie einer anderen Person eine Vollmacht erteilen, Sie in allen Angelegenheiten rund um eine bestimmte Immobilie zu vertreten. Eine notarielle Grundstücksvollmacht ist beispielsweise erforderlich, wenn der Vollmachtgeber nicht in der Lage ist, selbst über sein Grundstück zu verfügen - beispielsweise, wenn er geschäftsunfähig wird, sich in einem Krankenhaus befindet oder auf Reisen ist.

Von einer solchen Grundstücksvollmacht können erfasst sein:

  • der An- oder Verkauf einer (speziellen) Immobilie oder generell von Immobilien
  • die Belastung von Immobilien, beispielsweise durch Grundpfandrechte oder Dienstbarkeiten
  • die Vermietung von Immobilien
  • die sonstige Verwaltung von Immobilien, z. B. die Zahlung von Steuern und Abgaben, die Instandhaltung und die Vornahme von Reparaturen

GF NOTARE informieren Sie gerne umfassend über mögliche Einsatzbereiche, Voraussetzungen und rechtliche Folgen einer Grundstücksvollmacht und formulieren die Vollmacht individuell auf Ihre Bedürfnisse.

Ihr Ansprechpartner:

Josef Hirsch

Amtmann im Notardienst

+49 (0)84 31 – 61 67-20 hirsch@gf-notare.de

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